
Patenschaften
Liebe Tierfreunde
FANTA ist eine ca.10jährige Hündin, die in Moskau auf der Strasse gefunden wurde.
Dass sie in ihrer Vergangenheit ein Zuhause hatte,konnte man ihrem Verhalten sofort anmerken.
Sie kennt das Leben in einer Wohnung und hat sich völlig unproblematisch in unseren Ablauf eingefügt.
Fanta in Moskau
Wir vermuten, dass Fanta aufgrund ihrer Inkontinenz ausgesetzt wurde. Anders als ein
"echter" Straßenhund irrte sie durch die Straßen und kam mit dieser Situation nicht zurecht.
Sie hatte Glück und wurde von tierlieben Menschen mitgenommen, allerdings herrscht in Moskau
ein gravierender Mangel an Unterkunftsmöglichkeiten für Tiere. So lebte sie in einer Wellblechhütte
ohne Fenster und Tageslicht unter Bedingungen, von denen man sich anhand des folgenden Fotos
einen kleinen Eindruck verschaffen kann.
Fanta heute
Fanta heute
Als unsere Freunde in Moskau uns auf Fanta aufmerksam machten, beschlossen wir, sie schnell
zu uns zu holen. Nun lebt Fanta seit dem 02.09.2008 bei uns und hat wegen ihrer Inkontinenz
viele Untersuchen und Behandlungen über sich ergehen lassen müssen. Leider stellte sich heraus,
dass dieses Leiden aufgrund einer Schädigung der Wirbelsäule verursacht wurde und nicht heilbar ist.
Fanta ist daher nicht vermittelbar und wird ihren Lebensabend bei uns verbringen. Neben den
benötigten Medikamenten braucht die arme Fanta natürlich mehrmals täglich frische Decken für "ihre" Couch.
Sie ist ein toller selbstbewußter Hund, der die Annehmlichkeiten eines warmen, trockenen Zimmers
genießt und wie jeder andere Hund Freude am Leben hat.
Alice in Moskau
ALICE kam am 08.03.2008 aus der Moskauer Tötungsstation zu uns, aus der sie von Tierfreunden,
die ihr Schicksal kannten, befreit wurde. Alice überlebte einen brutalen Angriff von Hundehassern,
als sie zusammen mit einer Artgenossin vor einem Supermarkt auf Futter wartete. Viele Straßenhunde warten und hoffen vor den Einkaufscentren auf mitleidige Passanten, die ihnen etwas Essbares zuwerfen.
Aber immer mehr Menschen fühlen sich in der ständig
wachsenden russischen Metropole von den Straßentieren
belästigt und, wie in jedem Land, gibt es auch dort
Sadisten, denen es Freude bereitet, wehr- und rechtlose
Geschöpfe zu quälen.
Alice musste mit ansehen, wie
ihre Freundin getötet wurde, sie selber überlebte nur
aufgrund des sofortigen Eingreifens von couragierten
Passanten. Daraufhin wurden die Behörden informiert
und Alice kam in das einzige städtische Heim, die
Vorstufe der Tötungsstation.
Alice heute
Alice heute
Wieder hatte sie Glück und wurde von den Moskauer
Tierfreunden, die unter- einander über eine sehr gut
funktionierendes Informationssystem verfügen, aus der Tötungsstation herausgeholt und für ihre Reise nach Deutschland vorbereitet.
Die in Moskau gemachten Erfahrungen haben Alice allerdings
so geprägt, dass sie bis heute Fremden aus dem Weg geht,
große Berührungsängste hat und sich nur von einer Person
anfassen, bürsten und liebkosen lässt.
Alice fühlt sich auf
unserem Gelände sicher und verhält sich dort völlig normal,
so lange fremde Leute sie nicht beachten. Angeleint unser
Grundstück zu verlassen ist für Alice ein Albtraum und wir
werden nicht riskieren, die in 1 1/2 Jahren gemachten
Fortschritte durch unbedachten Zwang auf's Spiel zu setzen.
Druck und Zwang können Alice dazu veranlassen, zu beißen,
obwohl dies ihrer Wesenart ansonsten fremd ist. Aufgrund
dieser Merkmale wird Alice wohl noch lange Zeit, wenn nicht
für immer, bei uns bleiben.
Über eine Patenschaft für Alice wären wir sehr dankbar.